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Messungen bestätigen: Klimawandel trocknet Böden aus

Was Klimamodelle schon lange vermuten ließen, konnte jetzt mit Hilfe globaler Messungen bestätigt werden: Die sogenannte Evapotranspiration, also die Verdunstung und Transpiration der Vegetation oder anders ausgedrückt, der Wassertransport vom Land in die Atmosphäre nimmt mit steigenden Temperaturen zu.

Dürre

An der Studie waren Forschungsinstitute aus Deutschland, der Schweiz und den USA beteiligt, die Daten des FLUXNET ausgewertet haben. Dies ist ein Netzwerk von derzeit rund 500 Messstationen weltweit, das zur Überwachung des Kohlendioxid-, Wasser- und Energiekreislaufes errichtet wurde.

Die Forscher fanden, dass von 1982 bis 1997 die Verdunstungsrate jedes Jahr im Mittel um etwa 7 Liter pro Quadratmeter anstieg.

Zwei Ergebnisse haben die Wissenschaftler jedoch überrascht: Im Südwesten Afrikas, großen Teilen Australiens und Südamerikas sowie in Teilen Zentralindiens und Indonesiens konnte eine besonders starke Austrocknung der Böden festgestellt werden. Warum, ist nicht sicher, ebenso, dass seit 1998 die Verdunstungsrate nur noch sehr langsam ansteigt.

Zwei Erklärungen sind dafür denkbar. Entweder ist dies eine natürliche Variation im Klimasystem (im Jahre 1998 gab es auch ein starkes El-Nino-Ereignis) oder die Beschleunigung des Wasserkreislaufs hat eine Grenze erreicht.

Ist letzteres der Fall, drohen ernste Konsequenzen: Sollte die Globale Erwärmung weitergehen, aber der Wasserkreislauf sich nicht weiter beschleunigen, bedeutet dies eine weitere Austrocknung von Böden. Vegetation, die zum Abbau des Kohlendioxids benötigt wird, geht dann zurück und die trockenen Landflächen würden sich weiter aufheizen, häufige Hitzewellen, Dürreperioden sowie Wald- und Buschbrände wären die Folge.

Doch ob wirklich mit einem solchen Szenario gerechnet werden muss, werden erst die Messwerte der nächsten Jahre zeigen. Denn erst dann kann man sicher sein, dass dies nicht eine natürliche Variation des Klimasystems ist.

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/georgiesharp/371472003/


2 Antworten

  1. Michael sagt:

    Die Entwicklung sollte wirklich bedenklich stimmen… Ich frage mich, wie viele Anzeichen wir noch benötigen um ednlich zu handeln!

  1. 22. November 2010

    […] Forscher entwickelten eine Methode zur Überwachung des Flüssigwassergehaltes im Boden mit Hilfe der Kernspinresonanzspektroskopie, auch NMR-Spektroskopie genannt. Dabei kann anhand des […]

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