Liefert China bald Kohlestrom nach Europa?

China könnte in wenigen Jahren zu einem wichtigen Stromlieferanten für Europa werden – und das mit schmutzigem Kohlestrom und absurderweise im Einklang mit der Pariser Klimakonferenz. Das berichten verschiedene Medien.

Jeden Monat geht in China ein neues Kohlekraftwerk ans Netz, doch die zusätzliche Energie wird derzeit in China gar nicht benötigt und so bleiben die Kraftwerke meist im Leerlauf. Zurzeit werden dort 368 Kohlekraftwerke gebaut, weitere 803 sind geplant.

Kohlekraftwerke (The Times)

China ist in der Lage, zu extrem niedrigen Preisen Strom zu produzieren und zu verkaufen. Nach Angaben der Financial Times plant China nun deutliche Investitionen in Stromtrassen, sogenannte Ultrahochspannungsleitungen, die den billig produzierten Strom über große Entfernungen bis nach Europa bringen soll.

Damit will China zum weltweiten Stromexporteur werden, nicht nur mit Kohlestrom, auch Strom aus chinesischen Wasserkraft- und Kernkraftwerken könnten in der Zukunft ihren Weg nach Europa finden. China hat aktuell 32 Kernkraftwerke in Betrieb und weitere 22 im Bau.

Die europäischen Energiekonzerne könnte dies in Bedrängnis bringen, ganz abgesehen von den negativen Auswirkungen der steigenden Kohlestromproduktion vor Ort in China. Und das ist alles im Rahmen des Pariser Klimaabkommens!

Grafik: The Times.


1 Antwort

  1. Arthur sagt:

    Europa könnte auch aus Europa billig Strom bekommen, wenn man sich doch mit den Skandinavischen Ländern geeinigt hätte, so z.b. ist Norwegen oder war es Schweden in der Lage Deutschland fast komplett mit Strom zu versorgen, nebenbei da es genug strom durch “Ökostrom” gewinnt und das können alle Länder wenn Sie wollten! Aber da hat unsere Energielobby etwas gegen da es ja nicht “Profitable” ist!

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