Nach Paris: Kippt Trump auch das Montreal-Abkommen?

Nach dem angekündigten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen, droht Trump mit einem weiteren Schlag gegen die globale Umweltbewegung. Trumps Vorschlag für den nächsten Haushaltsplan enthält drastische Kürzungen bei der Durchsetzung des Montreal-Abkommens zum Schutz der Ozonschicht. Das berichtet der Blog des Natural Resources Defense Council.

Die Kürzungen sollen in der Größenordnung von 40 Prozent liegen und gefährden die internationalen Verpflichtungen der USA zum globalen Ausstieg aus der Produktion und Verwendung von Ozon zerstörenden Chemikalien. Das Ozon schützt uns vor der energiereichen und schädlichen UV-Strahlung der Sonne. Das Montreal- Abkommen gilt als der erfolgreichste Umweltvertrag der Welt. Er wurde im Jahre 1987 unter Präsident Ronald Reagan ausgehandelt. Bislang wurde der Vertrag von allen republikanischen und demokratischen Präsidenten unterstützt.

Ob Trump einen Blick auf die Ozon-Daten der NASA geworfen hat, ist zwar eher unwahrscheinlich, die Zahlen zeigen aber ein durchaus interessantes Bild:

In der oberen Abbildung ist die jährliche maximale Größe des Ozonloches dargestellt. Das Maximum (roter Balken) wurde im Jahr 2006 erreicht. Im unteren Teil ist das Jahresminimum der Ozonkonzentration zu sehen. Hier wurde bereits um Jahre 1992 der Minimalwert erreicht. Die Daten vor 1985 sind allerdings wegen anderer Messverfahren nicht vergleichbar mit den Daten der folgenden Jahre.

Das Montreal-Abkommen trat im Jahre 1989 in Kraft. Schaut man sich die Daten seit diesem Jahr genauer an, dann ist  erstaunlicherweise gar keine signifikante Tendenz zu erkennen, weder bei der Größe des Ozonlochs, noch bei der Konzentration. Vielmehr gibt es besonders bei der Größe des Ozonlochs von Jahr zu Jahr teils starke Schwankungen, die vor allem durch die natürliche Variation der atmosphärischen Zirkulation und den damit verbundenen Temperaturschwankungen in der Stratosphäre verursacht werden.


1 Antwort

  1. Krissy sagt:

    Das sind ja furchtbare Aussichten!
    Hoffentlich lässt sich das schlimmste noch abwenden

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