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Atomkraftwerke retten Leben

Einer aktuellen Studie des NASA Goddard Institute for Space Studies und des Columbia University Earth Institute zur Folge, führen Atomkraftwerke im Vergleich zu Kohlekraftwerken zu einer deutlichen Reduzierung von durch Umweltverschmutzung verursachten Todesfällen.

Seit dem Atomunfall im japanischen Fukushima Daiichi im Jahr 2011 wurde weltweit die Nutzung von Atomkraftwerken als Energiequelle der Zukunft in Frage gestellt. In Deutschland wurde sogar ein Ausstieg aus dieser Technologie beschlossen. Allerdings sind in den letzten 10 Jahre sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als eine Millionen Menschen durch die Folgen der Umweltverschmutzung durch Kohlekraftwerke ums Leben gekommen.

Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der verschiedenen Energiequellen im Zeitraum 1971-2009:

Entwicklung der Energiequellen 1971 bis 2009

Unter Verwendung dieser historischer Produktionsdaten ergibt sich, dass im Zeitraum 1971 bis 2009 Atomkraftwerke im Vergleich zu Kohlekraftwerken weltweit etwa 1,84 Millionen Menschen das Leben gerettet haben. Dabei sind in der Studie alle Aspekte der Energieproduktion, von der Gewinnung der Rohstoffe bis zum Kraftwerk berücksichtigt. Dies schließt Erkrankungen von Minenarbeitern ebenso ein wie Lungenkrebsfälle im Umkreis von Kohlekraftwerken. Außerdem haben die Atomkraftwerke etwa 64 Gigatonnen Kohlendioxid-äquivalente Treibhausgasemissionen eingespart.

Rechnet man die historischen Daten bis ins Jahre 2050 weiter, ergibt sich, dass selbst unter Berücksichtigung der Folgen der Fukushima-Katastrophe, Atomkraftwerke zwischen 420.000 und 7,04 Millionen Todesfälle und zwischen 80 und 240 Gigatonnen Kohlendioxid-Emissionen verhindern könnten, je nachdem, ob man damit Gas-, Braunkohle- oder Steinkohle-Kraftwerke ersetzen würde.

Die Forscher folgern aus der Studie, dass Atomkraftwerke eine gute Wahl wären, den steigenden Kohlendioxid-Emissionen entgegenzuwirken. Die Studie beschäftigt sich allerdings nicht mit allen Aspekten der Atomkraft, so bleiben zum Beispiel die Risiken durch den Atommüll völlig unberücksichtigt.


1 Antwort

  1. 1. Mai 2013

    […] gedeckt. So ist es nicht verwunderlich, dass der weltweite Kohleverbrauch in den letzten Jahren fast stetig gestiegen ist. Das Verbrennen fossiler Rohstoffe ist allerdings problematisch und nicht […]

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