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Höheres Wirtschaftswachstum durch CO2-Reduktion?

Oft lautet ein Argument der Klimaskeptiker, dass die Reduktion der Treibhausgasemissionen vor allem ein Ergebnis hat: Es schade der Wirtschaft. Doch dies ist offenbar gar nicht der Fall. Wissenschaftler der Yale School of Forestry & Environmental Studies haben 25 führende Wirtschaftsmodelle daraufhin untersucht, wie sich die Reduktion der Treibhausgasemissionen auf die wirtschaftliche Entwicklung in den USA auswirkt.

SonneDie Ergebnisse der Untersuchungen können auf einer eigens dafür eingerichteten interaktiven Website nachvollzogen werden. Der Besucher kann hier verschiedene Angaben machen, was er für die Zukunft für wahrscheinlich hält und dann die Auswirkungen auf die Wirtschaft berechnen lassen. Die Website ist allerdings nur auf Englisch verfügbar.

Nimmt man zum Beispiel die folgenden realistischen Annahmen an, dass erneuerbare Energietechnologien in Zukunft vermehrt und zu höheren Preisen verfügbar sein werden, dass in Zukunft die konventionellen Energiepreise weiter steigen und damit neue Technologien zum Stromsparen attraktiver werden und dass die USA sich in Zukunft am internationalen CO2-Zertifikatehandel beteiligen, gelangt man zu einem Wirtschaftswachstum von 2,4 bis 3,0% pro Jahr bis zum Jahre 2030. Dies entspricht in etwa dem Wirtschaftwachstum der letzten Jahre von rund 3%.

Das Erstaunliche dabei: Ohne starke Reduktion der CO2-Emissionen würde die US-Wirtschaft viel langsamer wachsen. Klimaskeptikern bleibt da wohl nur noch die Argumentation, dass Wirtschaftsmodelle noch viel unsicherer sind als Klimamodelle.

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