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Island: Staubstürme verstärken Gletscherschmelze

Eine neue Studie der University of Miami zeigt, dass Staubstürme auf Island das Abschmelzen der dortigen Gletscher beschleunigt. Die Forscher analysierten Messwerte von Februar 1997 bis Dezember 2002 der Forschungsstation Stórhöfïi auf der Insel Heimaey. Diese befindet sich etwa 17 km vor der Südküste Islands (siehe Foto, Quelle: UM/RSMAS).

Messstation auf der Insel HeimaeyDie Ergebnisse zeigen eine deutliche Zunahme der Staubkonzentration, die auf abgeschmolzene Gletscherflächen zurückzuführen ist. Beim Schmelzen eines Gletschers werden mit dem Wasser in großem Maße schwarze vulkanische Sedimente ausgewaschen, die teilweise auf dem Land wieder abgelagert werden oder in den Atlantik gelangen.

Durch starke Winde gelangen diese Sedimente wieder in die Atmosphäre und bilden Staubstürme, die auch auf Satellitenbildern sichtbar sind und eine Länge von mehreren Hundert Kilometern erreichen können. Diese Sedimente lagern sich auch wiederum auf Gletschern ab, so dass diese dunkler werden und mehr Sonnenenergie absorbieren. Dadurch verstärkt sich das Abschmelzen weiter.

Der Staub spielt aber auch eine Rolle für den Nordatlantik. Die Vulkansedimente enthalten Eisen und wirken im Ozean als Dünger, insbesondere im Sommer und Herbst, wenn normalerweise Nährstoffe knapp werden. Dadurch wird das Algenwachstum verstärkt und verstärkt Kohlendioxid aufgenommen. Die transportierten Staubmengen sind dabei durchaus vergleichbar mit den Werten, die man bei Staubstürmen registriert hat, die in der Sahara entstehen und bis in die Karibik reichen können.


1 Antwort

  1. 16. April 2017

    […] Staub in der Luft kann gesundheitliche Probleme wie Atemwegserkrankungen oder Meningitis begünstigen. Sandstürme verursachen regelmäßig Schließungen von Flughäfen oder Flugausfälle sowie gefährliche Straßenverhältnisse in Wüstenregionen. Zudem haben diese negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft, aber auch auf den Klimawandel. […]

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