Erwärmung der Arktis verursacht Kälterekorde in Asien

In letzter Zeit haben die sowohl neue Wärmerekorde in der Arktis als auch Kälterekorde in Asien für Schlagzeilen gesorgt. Forscher der Instituts für Atmosphärische Physik in Peking sowie der Universitäten in Albany, New York und Melbourne haben nun einen Zusammenhang beider Extreme untersucht und gefunden, dass ein stabiles Hochdruckgebiet über dem Uralgebirge dafür verantwortlich ist.

Die Stärke und Stabilität dieses sogenannten “Ural-Blockings” und die damit verbundenen Kälterekorde hängen von der Stärke und der vertikalen Scherung (Zunahme des Windes mit der Höhe) des mittleren Westwindes über den mittleren Breiten Eurasiens bei gleichzeitiger Erwärmung der Barents- und Kara-See ab.

Diese starke Erwärmung in der Arktis seit dem Jahr 2000 reduziert den meridionalen Temperaturgradienten (das Temperaturgefälle von Süd nach Nord) und die vertikale Windscherung. Dadurch werden die blockierenden Hochdruckgebiete über dem Ural stärker und länger.

Der sogenannte Jetstream macht einen großen Bogen und transportiert im Westen Wärme nach Norden und im Osten Kälte nach Süden. Dies führt einerseits zu den weit verbreiteten eurasischen Kälteereignissen und andererseits zu einer weiteren Erwärmung der Arktis. Die Abkühlung über Zentralasien erfolgt vor allem während der Jahre 2000-2015. Während dieser Zeit gab es vermehrt blockierende Hochs über dem Ural.


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