Meeresspiegel steigt ohne Beschleunigung

Die US-amerikanische Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA hat aktuelle Pegeldaten von den US-amerikanischen Küsten veröffentlicht. Demnach steigt der Meeresspiegel seit Beginn der Messungen vor 160 Jahren bis heute etwa gleichmäßig an, es ist keine Beschleunigung des Anstiegs festzustellen.

Die folgenden Abbildungen zeigen zwei der längsten Zeitreihen der US-amerikanischen Pegelstationen von Atlantik und Pazifik in New York und San Diego (auf das Bild klicken für eine größere Version):

Wie deutlich zu erkennen ist, zeigen diese Pegeldaten keine Beschleunigung des Anstiegs und das seit mindestens 160 Jahren. Dieser recht gleichmäßige Anstieg widerspricht damit der Aussage im letzten UN-Klimabericht, in dem es heißt:

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass es einen erheblichen, vom Menschen verursachten Beitrag zum globalen mittleren Meeresspiegelanstieg seit den 1970er Jahren gibt. Dies beruht auf dem hohen Vertrauen in einen anthropogenen Einfluss auf die beiden größten Beiträge zum Meeresspiegelanstieg: die thermische Ausdehnung des Meeres und der Massenverlust der Gletscher.“

Würde diese Aussage stimmen, müsste man in den obigen Grafiken ab den 1970er Jahren einen beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels erkennen, dies ist aber ganz offensichtlich nicht der Fall. Die Zukunft des Meeresspiegels bleibt weiterhin ungewiss. Hier gibt sogar der UN-Klimabericht zu, dass eine Beschleunigung des Anstiegs umstritten ist:

„Die Grundlage für höhere Projektionen des globalen mittleren Meeresspiegelanstiegs im 21. Jahrhundert wurde in Betracht gezogen und es wurde festgestellt, dass es derzeit nicht genügend Beweise gibt, um die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Niveaus über dem derzeit wahrscheinlichsten Bereich zu bewerten. Viele semi-empirische Modellprojektionen des globalen mittleren Meeresspiegelanstiegs sind höher als prozessbasierte Modellprojektionen (bis zu etwa doppelt so groß), aber es gibt keinen Konsens in der wissenschaftlichen Gemeinschaft über ihre Zuverlässigkeit. Somit gibt es ein geringes Vertrauen in ihre Projektionen.“

Mit anderen Worten: Die verschiedenen Modelle zum Meeresspiegelanstieg sind derzeit mit großer Vorsicht zu genießen. Trauen sollte man vor allen den Messwerten, die derzeit meist eine andere Sprache sprechen als die Modelle.


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