Globale Erwärmung bedroht Skiresorts

Forscher des Schweizer Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) haben mit Hilfe von Klimamodellen nachgerechnet, dass Skigebiete in den Alpen voraussichtlich bis zum Ende des Jahrhunderts mit bis zu 70% weniger Schnee zurecht kommen müssen. Auch unter den günstigsten Umständen zeigen die Klimamodelle, dass die Globale Erwärmung für mehr Regen statt Schnee in den Alpen sorgen wird.

Da viele Bergdörfer stark vom Wintertourismus abhängig sind, wird die Wirtschaft in solchen Tourismuszentren leiden. Im vergangenen Jahr hatten die Schweizer Alpen ihren trockensten Dezember seit Anfang der Aufzeichnungen vor 150 Jahren. 2016 war das dritte Jahr in Folge mit sehr wenig Schnee zu Weihnachten.

Die Klimamodelle zeigen, dass der Verlust der Schneedecke in den Alpen bis zum Jahr 2100 30% betragen wird, wenn die globale Erwärmung auf 2 Grad begrenzt wird. Sollte die Temperatur über dieses Ziel steigen, könnte die Schneedecke um 70% schwinden. Die Schneesaison, also die Zeitspanne, bei der die natürliche Schneedecke tief genug für Wintersportarten wie Skifahren und Snowboarden ist, wird höchstwahrscheinlich deutlich kürzer werden.

Die Mehrheit der Klimamodelle zeigt zwar bis zum Ende des Jahrhunderts leicht zunehmende Niederschläge in den Wintermonaten. Da jedoch die Temperaturen voraussichtlich deutlich zunehmen, wird mehr Niederschlag als Regen fallen. Die Modellrechnungen zeigen, dass dies für alle Höhenlagen gilt. Am stärksten betroffenen sind Lagen unterhalb 1.200 m. Dort zeigen die Modelle im Winter kaum noch eine kontinuierliche Schneedecke am Ende des Jahrhunderts. Etwa ein Viertel der Skigebiete in den Alpen liegen unterhalb dieser Höhe.

Bildquelle: Flickr.com/Ruth Hartnup


1 Antwort

  1. Pavicsits Wilhelm sagt:

    Mit obigem Foto, das zur Vorbeugung gegen schwere Gesundheits- und Sachschädigungen alle Informationsmedien mit einer kurzen Erklärung der Wirkung auf ihre Titelseite setzen sollten, ist der „Klimawandel“ sehr gut dargestellt. Diese wissenschaftlich erwiesenen „Täter“ kann man im Gegensatz zu den politisch verfolgten „Tätern“ sofort aus dem Verkehr ziehen.

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