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CryoSat: Satellit auf neuer Mission

Im Jahre 2010 hat die Europäische Raumfahrtbehörde ESA den Satelliten CryoSat-2 gestartet, um die Veränderungen der Eismassen in der Arktis und Antarktis zu erforschen. Der Satellit misst mit hoher Genauigkeit die Höhe der Erdoberfläche mit einem speziellen Radar-Altimeter und kann auf diese Weise die Dicke der Eisschicht sowohl auf dem Meer als auch auf Land ermitteln.

Die Forscher haben jetzt herausgefunden, dass CryoSat auch dazu genutzt werden kann, die Höhe des Meeresspiegels in Küstenregionen sowie die Ausdehnung von Seen und den Wasserstand in Flüssen zu überwachen. Allerdings ist dies recht kompliziert zu bewerkstelligen, weil die Komplexität der Landschaft in den Küstenregionen die Messungen des Radar-Altimeters erschwert.

Bisherige Methoden der Satellitenüberwachung von Küstenregionen scheiterten an der groben Auflösung von etwa 5 km. Bei einer solchen Auflösung lassen sich kleinräumige Veränderungen nicht nachweisen. CryoSat hat eine deutlich bessere Auflösung von 300 m. Mit dem Projekt “CryoSat+” wird seit kurzem erforscht, wie gut die Ergebnisse mit dieser Auflösung sind.

Erste Ergebnisse sind vielversprechend. So konnte CryoSat die Ausmaße einer Flut in hoher Auflösung kartografieren, die im März 2012 am Rio Negro im Amazonas stattgefunden hat. Mit herkömmlichen Satelliten, die im optischen Bereich arbeiten, war dies nicht möglich, da die Überflutung unter den Baumkronen versteckt geblieben ist. CryoSat kann mit seinem Altimeter-Radar aber durch die Bäume hindurch bis auf den Boden blicken und ermöglicht so auch die Kartierung solcher Überflutungen.

Eine Antwort

  1. Maik sagt:

    Das ist eine richtig gute Sache, so kann man in Gebieten, in denen Katastrophen stattgefunden haben alles genau analysieren und im Nachhinein daraus lernen. Den Satteliten hätten wir zur Jahrhundertflut hier in Grimma auf jeden Fall gut gebrauchen können…

    Viele Grüße,

    MAik.

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