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Hurrikans und Klimawandel: Neue Beweise gegen Zusammenhänge

Nach den Untersuchungen der Florida State University über den sinkenden Energiegehalt von Hurrikans, gibt es jetzt neue Beweise, dass die Anzahl der Hurrikans nicht mit dem Klimawandel zusammenhängt. Wie Scienticker.info berichtet, haben Forscher vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften Korallenbohrkerne aus der Karibik untersucht.

Korallen wachsen analog zu Bäumen: Jedes Jahr wird eine neue Kalkschicht angelegt. Aus der Zusammensetzung des Kalks lassen sich Rückschlüsse auf die Wassertemperatur und den Niederschlag gewinnen. Wie gezeigt wurde, stimmen die Daten aus der Koralle, welche bis ins Jahr 1918 zurückreichen, sowohl sehr gut mit den Temperaturmessungen überein als auch mit den für die Hurrikanaktivität relevanten Kenngrößen. Die in der Studie verwendeten Korallendaten reichen in Zeiträume zurück, wo es bisher noch keine verlässlichen Aufzeichnungen der Hurrikanaktivität gab.

Im langzeitlichen Mittel gibt es zwar einen leichten Aufwärtstrend der Parameter, der aber von einer deutlichen langperiodischen natürlichen Schwankung, der sogenannten “Atlantic Multidecadal Oscillation” überlagert ist. Diese weist in den letzten Jahren ein deutliches Maximum auf, sodass die in den Jahren 2004 und 2005 beobachtete Zunahme der Wirbelsturmaktivität wahrscheinlich natürlichen Ursprungs ist. Dazu würden auch die zwei letzten recht schwachen Hurrikansaisons 2006 und 2007 passen.


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