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Einfluss der Sonne auf das Klima: Neue Forschungsergebnisse

Der Einfluss der Sonnenaktivität auf das Klima ist ein umstrittenes Thema in der Klimaforschung. Denn obwohl die Energie der Sonnenstrahlung, die auf der Erde ankommt, nur um etwa 0,1% variiert, behaupten viele Forscher, wie auch der ehemalige Direktor des Meteorologischen Instituts der Freien Universität Berlin Prof. Dr. Malberg, dass diese Variation genügt, um bedeutende natürliche Klimaschwankungen zu erklären.

Diese These wird jetzt von Forschern des National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, Colorado bestätigt. Die Forscher werteten Messungen der Meeresoberflächentemperaturen der Jahre 1890 bis 2006 in Kombination mit verbesserten Klimamodellen aus und fanden heraus, dass eine minimale Änderung der Sonneneinstrahlung eine Art Kettenreaktion in Gang setzt, die im tropischen Pazifik startet.

SonneUnd so soll das ganze funktionieren: Wenn die Solarstrahlung etwa alle 11 Jahre ihr Maximum erreicht, reicht diese zusätzliche Energie zunächst aus, damit sich die tropischen und subtropischen Regionen des zentralen und östlichen Pazifik minimal erwärmen können. Diese minimale Erwärmung sorgt für eine leicht gesteigerte Verdunstung in diesen Regionen. Dieser zusätzliche Wasserdampf wird dann mit den Passatwinden in die tropischen Regionen des Westpazifik transportiert. Dadurch fällt dort mehr Regen.

Mit der Zeit verstärken sich die Passatwinde und der östliche Pazifik kühlt sich ab, es entsteht praktisch ein schwaches La-Nina-Ereignis. Die Veränderung der Passatwinde verursacht sogenannte Rossby-Wellen, großräumige Wellenbewegungen im oberflächennahen Ozeanwasser. Diese Wellen brauchen etwa ein Jahr, um den gesamten Pazifik von Ost nach West zu durchqueren, wo sie wieder reflektiert werden und entlang des Äquators ostwärts wandern.

Dabei wird die obere Mischungsschicht des Ozeans vergrößert und die Meeresoberfläche beginnt, sich zu erwärmen. Aus dem La-Nina-Ereignis entsteht etwa 2 Jahre nach dem solaren Strahlungsmaximum das Gegenteil: ein schwaches El- Nino-Ereignis. Nach einem weiteren Jahr ist das El Nino wieder abgeklungen und der Pazifik ist wieder in einem neutralen Zustand.

Das durch die Sonne verursachte La-Nina-Ereignis kann dabei ein bereits vorhandenen La Nina verstärken. Dies gilt auch für ein El-Nino-Ereignis und seinen bekannten Fernwirkungen.

3 Antworten

  1. 20. Juli 2009

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  2. 2. August 2009

    […] Forscher des National Center for Atmospheric Research vor kurzem eine Bestätigung dafür gefunden haben, dass minimale Änderungen der Sonneneinstrahlung natürliche […]

  3. 30. Dezember 2009

    […] und der Niederschläge als Monats-, Jahreszeiten- oder Jahresmittel, wie sie von 16 verschiedenen Klimamodellen berechnet werden. Das Tool ist sehr leicht zu bedienen und auch für den Normalnutzer gut geeignet. […]

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