Antarktis: Vulkane lassen Gletscher schmelzen

Neuste Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern des US-amerikanischen „National Geodetic Survey“ sowie des „British Antarctic Survey“ kommen zu dem Schluss, dass die beschleunigte Schmelze der Gletscher in der Westlichen Antarktis wahrscheinlich nicht auf den Klimawandel zurückzuführen ist, sondern auf geothermische Energie aus der Erde.

Die folgende Abbildung (Quelle: JoNova Blog/WattsUpWithThat.com) zeigt die Positionen der Vulkane in der Antarktis (links im Bild) und die Temperaturzunahme (rechts). Die meisten Vulkane liegen in der Westantarktis, genau dort findet auch die stärkste Erwärmung statt.

Vulkane in der Antarktis

Der Thwaites-Gletscher und der benachbarte Pine-Island-Gletscher in der Westantarktis schmelzen deutlich schneller als in den letzten Jahrzehnten. Dabei sind die Lufttemperaturen in der Region seit 1979 nicht gestiegen die Wassertemperaturen an der Küste zeigen sogar seit 2006 einen negativen Trend. Wie die Forscher nun anhand von Gravitationsdaten herausfanden, ist die Erdkruste unter diesen Gletscher mit nur 18 bis 24 km Dicke sehr dünn. Hier befindet sich ein vulkanischen Grabensystem, das die Gletscher von unten erwärmt.

Im Gegensatz dazu kann in der Ostantarktis, in der sich mehr als 80 Prozent des antarktischen Eises befindet, eine Zunahme der Eismasse beobachtet werden. Hier befinden sich auch keine bekannten vulkanischen Regionen.



1 Antwort

  1. 13. Juli 2015

    […] Forscher der University of California Santa Cruz (UCSC) haben erstmals mit direkten Messungen nachgewiesen, dass der Wärmefluss, der von den geothermalen Energiequellen unter dem Eisschild der Westantarktis ausgeht, eine beträchtliche Größenordnung erreicht. Bereits seit längerem ist bekannt, dass es bedeutende vulkanische Aktivität in der Antarktis gibt. […]

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