Fronten bei Meeresströmungen erstmals vermessen

Etwa 30 Prozent des in die Atmosphäre ausgestoßenen Kohlendioxids wird vom Ozean wieder aufgenommen. Dabei ist der Wind an der Meeresoberfläche ein entscheidender Faktor. Doch es gibt noch einen weiteren Prozess, der den Eintrag des Kohlendioxids entscheidend fördern kann: Dort wo kaltes und schweres auf warmes und leichtes Wasser trifft, bilden sich ähnlich wie in der Atmosphäre Fronten und Wirbel, die den Transport des Kohlendioxids beeinflussen.

Forscher der University of Washington und der Stanford University haben nun erstmals vor der Küste Japans im Pazifischen Ozean eine solche Front vermessen. Dort trifft der warme, nach dem Golfstrom im Atlantik zweitstärkste Kuroshio-Strom auf den kalten, von Norden kommenden Oyashio-Strom.

Kuroshi Triaxus CrewDie Forscher haben festgestellt, dass an dieser Front durch Turbulenz 10 bis 20 mal mehr Energie in tiefere Schichten transportiert wird, als durch den Wind an der Oberfläche allein. Solche Fronten können damit den Eintrag von Kohlendioxid in tiefere Ozeanschichten fördern.

Das Bild oben zeigt die speziell für die Messungen konstruierte floßförmige Sonde “Triaxus”, die sich ferngesteuert innerhalb der Meeresströmung bewegen und dabei auf- und abtauchen kann, um die Front zu verfolgen und zu vermessen (Bildquelle: UW Applied Physics Laboratory). Ganze drei Wochen lang haben die Forscher mit diese Sonde Messungen vorgenommen und dabei Wirbel festgestellt, die durch das Zusammenwirken von Wind, Erdrotation und Meeresströmung gebildet werden.

4 Antworten

  1. Till sagt:

    Nette Ausfuehrungen! Ich werde mich damit mal genauer auseinander setzen! Warte auf neue Beitraege!

  2. Hier sagt:

    Damit mir nicht mehr entgeht habe ich mir gestern Abend mal eine RSS Feed Verwaltung auf den Rechner gespielt. Wie finde ich hier den den Link zum RSS Feed ?

  3. meteomara sagt:

    @Hier: Dafür gibt es unter der Überschrift den Link “RSS”. 🙂 Oder hier: http://www.wetter-center.de/blog/?feed=rss2

  1. 10. Januar 2012

    […] Vor Florida beginnt der Golfstrom, der nahe der Meeresoberfläche warmes Wasser in Richtung Island befördert. Auf dem Nordatlantik teilt sich der Golfstrom dann in drei Zweige. Dabei sinkt vor Grönland kaltes Wasser in die Tiefe ab, das dann nach Süden fließt. Seit dem Jahre 2004 wird in 26,5° nördlicher Breite zwischen den Bahamas und der afrikanischen Küste an 19 Messpunkten von der Wasseroberfläche bis zum Boden die Meeresströmung vermessen. […]

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