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Solar Radiation Management gegen den Klimawandel

Wissenschaftler von Aurora Flight Sciences sowie der Harvard University und der Carnegie Mellon University in den USA forschen derzeit an Technologien, mit deren Hilfe man die einfallende Sonnenstrahlung reduzieren könnte, um die Folgen der Globalen Erwärmung zu bekämpfen.

SonneDas sogenannte “Solar Radiation Management” (SRM) soll ähnlich auf das Klimasystem wirken wie ein Vulkanausbruch. In Höhen von 18 bis 30 km werden Aerosole, also kleinste Teilchen in die Atmosphäre ausgebracht. Diese sollen die einfallende Sonnenstrahlung zu einem Teil wieder in den Weltraum reflektieren. Für das Ausbringen der Teilchen kommen verschiedene Technologien in Frage: Flugzeuge, Raketen, Kanonen oder in der Luft hängende Röhren.

Die Forscher rechneten durch, was es kosten würde, etwa eine Millionen Tonnen Aerosol pro Jahr in Höhen von 18 bis 25 km in den Tropen, wo die einfallende Sonneneinstrahlung am größten ist, zwischen 30° nördlicher und 30° südlicher Breite auszubringen. Der Studie zu Folge, sollte ein speziell entwickeltes Flugzeug eine der billigsten Variante sein. Sie würde etwa 2 Milliarden US-Dollar kosten. Bei der Verwendung von Raketen und Kanonen fallen deutlich höhere Kosten an, weil diese nicht wiederverwendbar sind.

Viel niedrigere Kosten könnten allerdings durch eine derzeit nur theoretisch verfügbare Technologie anfallen: eine gigantische Gasröhre, die vom Erdboden bis zu 20 km in die Atmosphäre reicht und die durch mit Helium gefüllte, in der Luft schwebende Plattformen gehalten wird – eine Technologie, die sich eher wie Science Fiction anhört.

Abgesehen von den Kosten müsste allerdings auch geforscht werden, welche Auswirkungen das Ausbringen von Aerosol noch haben kann. So könnten sich in vielen Regionen die Temperatur- und Niederschlagsverteilungen ändern. Desweiteren ist zu bedenken, dass diese Technologie nur die Symptome, nicht aber die Ursachen der globalen Erwärmung bekämpft, nämlich die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre.


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