Waldbrände in Kanada und der Klimawandel

Sind die verheerenden Waldbrände im kanadischen Alberta eine Folge des Klimawandels? Auch wenn einige Experten dies behaupten, ist dies doch eher unwahrscheinlich.

Wie das Edmonton Journal berichtet, hat bereits im Jahre 2012 hat eine Expertenkommission der Regierung von Alberta vor einem deutlich erhöhten Risiko von größeren Waldbränden gewarnt. Als Ursache wird aber nicht der Klimawandel angeführt, sondern die eingeführten Programme zur schnellen Bekämpfung von Waldbränden.

Ft. McMurray Feuer 2016

Diese Programme haben nämlich dazu geführt, dass die Wälder überaltern. Im Jahr 1971 war noch mehr als die Hälfte der Bäume in den Wäldern Albertas jung, wobei etwa ein Drittel der Bäume nicht ausgewachsen waren, fünf Prozent ausgewachsen und nur ein kleiner Teil überaltertet.

Dies hatte sich bis zum Jahr 2011 drastisch verändert: Nur noch 10 Prozent der Bäume waren jungen Alters, etwa ein Viertel nicht ausgewachsen, mehr als 40 Prozent ausgewachsen und mehr als 20 Prozent überaltetert.

Vor der Einführung der Programme zur Waldbrandbekämpfung gab es durch Blitzschläge und durch vom Menschen verursachte Brände ein Art Regenerationszyklus der Wälder von 50 bis 200 Jahren. Heutzutage haben viele Waldflächen längere Zeit nicht gebrannt. Dadurch werden die Bäume immer älter und weniger widerstandsfähig gegen Waldbrände, das Risiko für größere und potenziell teure katastrophale Brände erhöht sich.

Hinzu kommt außerdem, dass immer mehr Menschen in den von Wald bedeckten Gebieten Albertas leben. Als Folge davon stiegen auch die Zahl der von Menschen verursachten Brände rapide: von etwas mehr als 200 im Jahr 1993 auf mehr als 1.100 im Jahr 2011. Blitzschlag ist aber weiterhin die häufigste Ursache für Waldbrände, 40 Prozent werden dadurch ausgelöst.

Foto: Flickr.com/jasonwoodhead23


2 Antworten

  1. Pavicsits Wilhelm sagt:

    Die Verstärkung der direkt einwirkenden Sonnenstrahlung mittels der reflektierenden Kondensstreifen und hohen dünnen Wolken (siehe z.B. auch „Brenngläser am Himmel“) dürrt die Vegetation aus und führt Vegetationsabfälle an die Entzündungstemperatur heran. Punktuelle Zweitverstärker in Bodennähe, wie z.B. fokussierende Gegenstände, die durchsichtige Behältnisse mit Wasserinhalt sein können, glühende Zigarettenstummel, Glutreste u.dgl.m. lösen dann den Brand aus, der sich durch die ausgedorrte Umgebung ausbreiten kann.
    Das CO2 hingegen ist als klassischer Brandlöscher bekannt.

  1. 15. Juni 2016

    […] die Aufnahme von Kohlenstoff durch die Pflanzen reduziert. Außerdem kommt es vermehrt zu Waldbränden, die zusätzliches Kohlendioxid in die Atmosphäre […]

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