Aussichten für den Winter 2012/13

An diesem Wochenende wird vor allem der Süden Deutschlands einen Vorgeschmack auf den kommenden Winter bekommen, höchste Zeit eine Ausblick auf die wahrscheinliche Witterung bis zum Januar 2013 zu werfen. Können wir uns auf schönes Winterwetter freuen oder müssen wir uns mit einem eBook zu Hause vergnügen?

Dabei sei in diesem Zusammenhang auf den Artikel „Steigen die Chancen für kalte Winter?“ verwiesen, aus dem hervorgeht, dass auf Grund der relativ niedrigen Sonnenaktivität die Wahrscheinlichkeit für kalte Winter derzeit erhöht ist.

Schaut man sich die aktuellen Prognosen des US-amerikanischen Vorhersagemodells CFSv2 an, zeigt sich folgendes Bild für die Monate November bis Januar:

CFS-Prognose Nov 12-Jan 13

Für den November sind viele blaue Flächen zu sehen, damit dürften wir uns nach diesem Modell auf überwiegend kalte Witterung mit einigen Schneefällen bis ins Flachland einstellen. Im Dezember und Januar bleibt Deutschland ohne Farbe, was bedeutet, dass das Modell kein eindeutiges Signal liefert. Interessant ist allerdings, dass im Norden und Nordosten Europas eher milde Witterung berechnet wird. Damit würde die Wahrscheinlichkeit für Kaltlufteinbrüche aus dem Osten eher gering sein.

Ein Blick in die Vergangenheit von Berlin zeigt die folgende Abbildung. Hier sind ähnliche Jahre wie 2012 dargestellt und was darauf in den Monaten November bis Januar folgte. (Abweichungen bezogen auf 30-Jahre gleitende Mittelwerte).

Winter 2012/13 (Berlin)

Für den November zeigen etwa 30% der Jahre eine zu kalte Witterung und etwa 40% eine zu milde Witterung, wobei auffällt, dass die negativen Abweichungen vom Betrag her größer sind als die positiven. Allein hieraus eine Prognose abzuleiten, ist schwierig.

Der Dezember zeigt ein eindeutigeres Bild: etwa 60% der Jahre sind zu mild, nur 20% zu kalt. Dies spricht eher für einen insgesamt zu milden Monat. Im Januar sieht man dann eine sehr große Streuung, wobei wie im November die negative Abweichungen vom Betrag her größer sind als die positiven, ein Vorzeichen für einen möglicherweise kalten Januar?

Fazit: Nimmt man alle Faktoren zusammen, stehen für November die Zeichen derzeit eher auf kalte Witterung. Häufig folgt nach einem frühen Wintereinbruch aber ein milder Dezember, dies deuten die Prognosen auch an. Der Januar könnte dann aber zumindest zeitweise recht kalt werden.

Nachtrag 02.12.12.: Ein Update der Prognose lesen Sie hier.


1 Antwort

  1. 2. Dezember 2012

    […] Schneefälle gegeben. Bleibt der Winter nun oder wird es bald wieder milder? Im Gegensatz zur letzten Prognose ist der November ja nicht kälter als normal ausgefallen, die Kaltlufteinbrüche haben sich […]

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