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9
Mrz 10

Klimaforschung in ostdeutschen Seen

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Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften haben bei der Auswertung von Sedimenten aus drei Seen in Ostdeutschland interessante Ergebnisse gefunden. Untersucht wurden dabei aber nicht derzeit vorhandene Seen, sondern Seen, die vor etwa 126.000 bis 115.000 Jahren existierten, also vor der letzten Eiszeit.

Die Sedimente dieser Seen wurden durch Braunkohlentagebaue freigelegt und konnten so ausgewertet werden. Die folgende Abbildung zeigt die Position dieser Seen:


Klimaforschung auf einer größeren Karte anzeigen

Die Forscher interessierten sich dabei u.a. für den Übergang von der vorletzten Warmzeit (der sogenannten “Eem-Warmzeit”) zur letzten Eiszeit (der soganannten “Weichsel-Kaltzeit”) vor etwa 115.000 Jahren. Der See bei Gröbern in Sachsen-Anhalt ist übrigens der im Zusammenhang mit der Eem-Warmzeit am häufigsten analysierte Ort in Deutschland.

Besonders interessant bei den Ergebnissen: Der Übergang von der Warmzeit zur Eiszeit war offenbar von starken natürlichen Fluktuationen im Klimasystem gekennzeichnet. Dabei gab es vor dem Beginn der Eiszeit nochmals kurze wärmere Phasen, bevor das System in den kalten Zustand “umkippte”. Bereits Ende 2009 hatten kanadische Wissenschaftler festgestellt, dass es vor ca. 12.800 Jahren in der Vergangenheit im Klimasystem rasante Änderungen gegeben hatte.

Wie der Übergang von der vorletzten Warmzeit zur letzten Eiszeit abgelaufen ist, ist im Detail weiterhin nicht geklärt. Wir wissen allerdings genau, dass in der jüngeren Erdgeschichte Warmzeiten nur etwa alle 100.000 Jahre aufgetreten sind. Diese dauerte dann aber nur etwa 10.000 Jahre an. Die derzeitige Warmzeit, das sogenannte Holozän, dauert bereits länger als 10.000 Jahre. Würde der Mensch das Klima nicht beeinflussen, könnte man also in Kürze mit der nächsten Eiszeit rechnen.




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6
Mrz 10

Viel Eis auf der Ostsee

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Ungewöhnlich kaltes Winterwetter herrschte in den letzten Wochen nicht nur in Deutschland, sondern im gesamten Ostseegebiet bis nach Finnland. So befindet sich derzeit vor der Küste Schwedens dickes Eis.

So kann man in diesem Satellitenbild vom 5. März 2010 des NASA-Satelliten Terra kaum erkennen, wo die Küste endet und das Meer anfängt. Sämtliche Inseln vor der Küste sind derzeit über das Eis mit dem Land verbunden:

Eis auf der Ostsee

Eine größere Version dieses Bildes erhalten Sie mit Klick auf das obige Bild, eine noch größere auf dieser NASA-Website, dort gibt auch eine Version zum Anzeigen in Google Earth.

Am Tag vor dieser Aufnahme blieben drei Fähren auf dem Weg von Stockholm nach Finnland im Eis stecken. Zwei der Fähren mit insgesamt 2000 Menschen an Bord stießen bei dem Vesuch zusammen, einen Weg aus dem Eis zu finden. Glücklicherweise kamen alle Passagiere mit dem Schrecken davon, nachdem ein Eisbrecher die Fähren befreit hatte.




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27
Feb 10

Sturmtief XYNTHIA: Von Spanien nach Deutschland

categories Unwetter     comments 1 Kommentar

Das kräftige Sturmtief XYNTHIA ist am 27.02.2010 über die Iberische Halbinsel gezogen und hat neben Sachschäden und Stromausfällen leider auch einige Menschenleben gefordert, wie SpiegelOnline berichtete.

Der folgende Satellitenfilm zeigt das Tief auf seinem Weg über Spanien vom 26.02., 13 Uhr bis 27.02.2010, 19 Uhr (Datenquelle: MeteoGroup):

Wie auf Wetter24.de zu lesen ist, zieht das Tief jetzt weiter unter Abschwächung in Richtung Deutschland, wo es am Sonntag Nachmittag und in der Nacht zum Montag für Sturm sorgen wird.

Nachtrag vom 02.03.10: Auf Wetter24.de ist eine Bilanz von Xynthia nachzulesen. Und hier ist zu sehen, wie Xynthia über Deutschland gezogen ist:




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