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Wie wird der Winter 2009/2010? Update

Anfang Oktober war hier bereits etwas über das voraussichtliche Wetter im kommenden Winter zu lesen. Der November schickt sich nun an, einer der wärmsten seit Anfang der Aufzeichnungen zu werden. Hat dies Auswirkungen auf die Winterprognose?

Schauen wir uns zunächst wieder die Prognose vom amerikanischen CFS-Modell an:

Im Vergleich zur Prognose von Anfang Oktober sieht man durchaus Ähnlichkeiten: Ein eher durchschnittlicher Dezember wird gefolgt von einem eher kalten Januar. Ein ähnliches Scenario beschreibt übrigens auch Wetterblogger Frank Abel auf ScienceBlogs.de: “Die Erfahrung sagt, dass nach einem milden November oft der Umbruch im Lauf des Dezembers stattfindet, und dass der Winter dann zwar spät kommt, sich aber recht lange hält.”

Doch es gibt noch mehr Zeichen, die auf einen solchen Witterungsverlauf schließen lassen. Sehen wir dazu exemplarisch für die Wetterstation Berlin/Tempelhof in die Vergangenheit bis ins 18. Jahrhundert zurück und suchen nach ähnlichen Jahren wie 2009, d.h. nach Jahren, in denen der Oktober etwa 1,5 Grad zu kalt und der November etwa 2,8 Grad zu warm war. Dabei sind hier die “Normalwerte” jeweils 30 Jahre übergreifend gemittelt.

Wir finden 4 Jahre mit einer ähnlichen Witterung im Oktober und November wie in 2009: 1743, 1852, 1926 und 1994. Die folgende Abbildung zeigt, wie es in diesen Jahren danach im Winter weiterging:

Was sieht man hier? In allen 4 Vergleichsjahren fiel der Dezember mild bis sehr mild aus. Für den Januar ist die Streuung hoch, jedoch bleibt das Mittel noch über dem 30-jährigen Normalwert. Im Februar ist das Mittel der 4 Jahre dann unter der Nulllinie, also kälter als normal. Man darf gespannt sein, wo sich das Jahr 2009 dort einordnen wird.

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