Klimawandel verschiebt Weinanbau

Glaubt man den Berechnungen der Klimamodelle, so werden sich in den nächsten Jahrzehnten die Winzer auf einige Veränderungen einstellen müssen. Weinanbaugebiete werden sich nach Norden verschieben. Dabei wird es sowohl Gewinner als auch Verlierer geben.

In fast jeder Region werden sich die Eigenschaften der Weine ändern, dazu zählt der Gehalt an Alkohol, Säure, Zucker und Tannin und auch die Farbe. Die folgende Abbildung zeigt die zu erwartende Verschiebung der Weinanbaugebiete für das Jahr 2050 nach Berechnung der Klimamodelle (Quelle: Conservation International/Wine Spectator) :

Weinanbau 2050

In den rot markierten Regionen könnten sich die klimatischen Bedingungen derart verschlechtern, dass sich der Anbau von Wein nicht mehr lohnen würde, da sich die Vegetationsperiode stark verkürzt. Dies betrifft viele klassische Weinregionen die zur Wiege der Weinkultur in Spanien, Südfrankreich und Italien gehören, aber auch in Südosteuropa sind große Gebiete betroffen.

Außerhalb von Europa könnten die Anbaugebiete in Südafrika und Südaustralien große Probleme bekommen, da dort in Zukunft längere Dürreperioden und Hitzewellen erwartet werden.

Mit blau sind die Regionen markiert, die sich in Zukunft für den Weinanbau eignen könnten. Das sind zum einen Regionen, die weiter nördlich liegen, wie zum Beispiel Nordfrankreich und Südengland, Belgien sowie große Teile Deutschlands und Polens. Man erkennt aber auch im Süden blau markierte Gebiete, das sind die Regionen, die bisher aufgrund ihrer Höhenlage zu kalt waren.

Da Weinreben normalerweise für etwa 25 bis 50 Jahre Früchte tragen, müssen Winzer entsprechende lange im Voraus planen, wo sie welche Rebsorte anbauen. Dies wird nun in Zeiten des Klimawandels extrem kompliziert, zumal auch die Berechnungen der Klimamodelle mit großen Unsicherheiten behaftet sind.


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