Tornados und der Klimawandel

Nach dem zerstörerischen Tornado in Moore, Oklahoma am 20.05.2013 waren wieder mal einige Experten in Fernsehsendungen zu sehen, die behaupteten, durch den Klimawandel würde es in Zukunft immer mehr solcher Stürme geben. Diese Behauptung wird ebenso wenig durch wissenschaftliche Fakten gestützt, wie die Behauptungen, dass es immer mehr Hurrikane oder außertropische Stürme gibt.

Die folgende Abbildung zeigt die Anzahl der in den USA registrierten Tornados im Zeitraum 1950 bis 2010 (Quelle: Wunderblog/Kunkel et. al.):

Tornados 1950 bis 2012

Die blaue Linie ist die Anzahl der schwachen Tornados der Stärke 0 auf der Fujita-Skala. Die roten Punkte sind die Anzahl der Tornados der Stärke 1 und höher (ab Windstärke 12 oder 117 km/h).

Die blaue Linie zeigt einen deutlichen Anstieg der beobachteten schwachen Tornados, die aber keine größeren Schäden verursachen. Die Gründe dafür sind aber hauptsächlich die gestiegene Bevölkerungsdichte sowie die Fortschritte in der Wetterradar-Technik, die beide zu einer besseren Beobachtung führten.

Die Anzahl der stärken Tornados zeigt dagegen keine steigende Tendenz. Forscher fanden allerdings heraus, dass die Variabilität der Tornadoaktivität von Jahr zu Jahr zunimmt. Jahre mit vielen Tornados (2011) werden gefolgt von Jahren mit wenigen (2012). Die Anzahl der Todesfälle durch Tornados ist übrigens seit den 1920er Jahren deutlich zurückgegangen.


2 Antworten

  1. 23. März 2015

    […] nie ein wissenschaftlich fundierter Zusammenhang zwischen Globaler Erwärmung und Unwettern wie Tornados und Tropischen Stürmen nachgewiesen wurde. Die aktuelle Tornado-Statistik aus den USA […]

  2. 11. Dezember 2016

    […] wetter-center.de, 24. Mai 2013: Tornados und der Klimawandel […]

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