Steigt oder fällt die Globale Mitteltemperatur?

Seit mehreren Jahren beschäftigen sich die Klimaforscher damit, die Pause der Globalen Erwärmung zu erforschen. Manche Wissenschaftler bestreiten allerdings, dass es überhaupt eine Pause gibt. Wie kommt es zu dieser Uneinigkeit?

In der weltweiten Klimaforschung gibt es aktuell verschiedene Forschungsgruppen, die sich mit der Berechnung der Globalen Mitteltemperatur beschäftigen. Das ist nämlich gar nicht so einfach. Die fünf wichtigsten globalen Datensätze in der Klimaforschung sind folgende:

Detailiertere Informationen zu diesen Datensätzen finden sich zum Beispiel auf dem Klima-Blog WattsUpWithThat.com. Die verschiedenen Datensätze unterscheiden sich vor allem darin, wie die einzelnen Messwerte gemittelt werden, wie fehlende Werte aufgefüllt werden und außerdem welche Referenzperiode als “Normalwert” angesehen wird.

Die Wetterstationen auf dem Land sind sehr unregelmäßig verteilt, es gibt Regionen mit vielen Messwerten wie Europa und Regionen mit sehr wenigen Daten wie Afrika. Damit jede Region im globalen Mittelwert gleichmäßig vertreten ist, müssen die Messwerte unterschiedlich gewichtet werden.

Auf den Ozeanen gibt es nur sehr wenige feste Messstationen, allerdings kann man hier auf eine Menge Daten von Bojen zugreifen. Da sich diese aber bewegen und zudem in unterschiedlichen Tiefen messen, gibt es auch hier Unterschiede bei der Ableitung der Mitteltemperaturen.

Bei Satellitendaten ergibt sich das Problem, aus den gemessenen Mikrowellen-Emissionsdaten eine Temperatur für die bodennahe Atmosphärenschicht abzuleiten. Zudem werden Daten verschiedener Satelliten genutzt, die noch homogenisiert werden müssen.

Am Ende ergibt sich folgendes Bild für den Zeitraum 1979 bis 2015. Die Daten wurden auf eine gemeinsame Referenzperiode 1981-2010 umgerechnet (Quelle: WattsUpWithThat.com):

Globale Mitteltemperatur 1979 - 2015

Schon hier sind deutliche Unterschiede in der mittleren Erwärmungsrate zu sehen. Die Werte reichen von +0.11 bis +0.16 Grad pro Dekade. Noch beachtlicher werden die Unterschiede, wenn man sich nur die letzten 15 Jahre (2000-2015) ansieht:

Globale Mitteltemperatur 2001-2015

Während der aus Satellitendaten ermittelte Trend praktisch null oder sogar leicht negativ ist (-0.03 Grad pro Dekade), zeigen die aus Messungen am Boden gewonnenen Daten einen positiven Trend zwischen +0.05 und +0.09 Grad pro Dekade. Die Unterschiede sind beachtlich und eigentlich nicht plausibel erklärbar. Der mittlere Trend der Klimamodelle, die der Weltklimarat IPCC nutzt, beträgt übrigens +0.17 Grad pro Dekade und ist damit aktuell weit von der Realität entfernt.

Offenbar ist sich die Wissenschaft nicht einmal über den aktuellen Zustand unseres Klimasystems einig und da will man mit Klimamodellen 100 Jahre in die Zukunft schauen?


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