Herbsturlaub am Mittelmeer?

Viele Deutsche planen vor dem Beginn der kalten Jahreszeit noch einen Urlaub in die Mittelmeerregion. Doch im Herbst kann man am Mittelmeer ziemlich Pech mit dem Wetter haben. Das zeigen die Nachrichten der letzten Tage aus Griechenland. Über dem Ionischen Meer hatte sich ein sogenannter “Medicane” gebildet.

In der folgenden Aufnahme des NASA-Satelliten TERRA vom 18.11.2017 ist der Sturm namens “Numa” westlich von Griechenland gut zu erkennen. Er hat sogar ein markantes Auge ausgebildet. (Quelle: NASA Rapid Response, hier gibt es ein höher aufgelöste Version).

Das Wort “Medicane” bezeichnet ein mediterranes Sturmtief, das Ähnlichkeiten zu den tropischen Hurrikanen aufweist, die im Atlantik entstehen. Medicane treten meistens im Herbst auf. Ein Grund dafür ist der dann herrschende hohe Temperaturunterschied zwischen kalter, aus dem Norden herangeführter Polarluft und dem noch warmen Wasser des Mittelmeers.

Dieser Temperaturunterschied begünstigt die Entstehung hochreichender Schauer- und Gewitterwolken, die um das Tiefdruckzentrum herumgeführt werden. Dadurch bildet sich eine ähnliche Struktur wie es bei den Hurrikanen der Fall ist. Manchmal bildet sich sogar ein Auge, ein wolkenfreier Bereich, in dem die Luft absinkt. Der Unterschied zu den tropischen Stürmen ist, dass diese innerhalb der Tropen aus großen Gewitterkomplexen entstehen, die schließlich beginnen zu rotieren.

Die Windgeschwindigkeiten in Medicanes erreichen selten Hurrikan-Stärke, also Windstärke 12. Das Gefährlichere an diesen Stürmen sind vielmehr die Regenmassen, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen können. Doch auch fernab des Sturmtiefs kann es zu heftigen Regengüssen und Gewittern kommen. So meldet Euronews heute, dass die Starkregenfälle in Griechenland mindestens 20 Todesopfer gefordert haben.

Wer also im Herbst in die Mittelmeerregion fährt, sollte sich auf die eine oder andere Überraschung in Sachen Wetter gefasst machen. Solche Stürme können im Herbst in der gesamten Region auftreten, von Mallorca über Sizilien bis nach Zypern. Wen das nicht stört, der wird sicherlich deutlich kostengünstiger Urlaub machen als es in der Hochsaison im Sommer der Fall ist.

Wenn Sie zu Hause bleiben, dann können Sie ja die Flugzeuge in der Luft auf dem Radar verfolgen. Das funktioniert in Echtzeit und ist besonders interessant, wenn sich Bekannte oder Verwandte auf Reise begeben. Dann kann man live mitverfolgen, wann das Flugzeug startet und landet. Die Website bietet eine Anleitung zum Flightradar. Dort ist nachzulesen, wie das ganze funktioniert und welche Flugzeuge man verfolgen kann. Das ist bei den meisten modernen Passagiermaschinen der Fall.

Die Flugzeugverfolgung gibt es als Website oder App. Statt Flugzeuge kann man sich auch auf einzelne Flughäfen konzentrieren und die An- und Abflüge beobachten und so zum Beispiel den Flugstatus zum Frankfurter Flughafen verfolgen.


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