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30 Aug 10 |
Herbst 2010: Wird’s nochmal warm? Langfristvorhersagen
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Bei den herbstlichen Temperaturen dieser Tage fragt man sich zwangsläufig, ob’s nochmal warm wird. Der kalendarische Sommer 2010 geht immerhin noch bis zum 23. September, 5:09 MESZ um genau zu sein. Wie sind nun die Aussichten für einen warmen Spätsommer oder Goldenen Oktober?
Die Aussichten für die erste Septemberhälfte stehen gar nicht so schlecht, wie auf Wetter24.de zu lesen ist. Der Hochdruckeinfluss nimmt zu und die Temperaturen steigen wieder. Wie sehen die Aussichten darüber hinaus aus? Einen großen Einfluss auf unsere Witterung haben die Wassertemperaturen im Atlantik sowie im Pazifik, die derzeit alles andere als normal sind, wie diese Abbildung der NOAA zeigt:

Im tropischen Pazifik (links unten im Bild) hat sich ein kräftiges La-Niña-Ereignis ausgebildet hat, die Wassertemperaturen liegen also deutlich niedriger als im Durchschnitt. Dies hat auch Auswirkungen für die Witterung in Mitteleuropa: im Herbst ist dann häufig mit erhöhter Tiefdrucktätigkeit und niedrigeren Temperaturen als normal zu rechnen.
Der nördliche Atlantik ist dagegen viel wärmer als normal. Dies hängt mit der sogenanten Atlantischen Multidekaden-Oszillation (AMO) zusammen, die derzeit in einer stark positiven Phase ist. Auch diese Tatsache spricht eher für mehr Niederschläge, allerdings im Gegensatz zum La Niña für höhere Temperaturen als normal.
Werfen wir noch einen Blick in die Vergangenheit und schauen wir uns die Jahre an, in denen ähnlich wie in diesem Jahr der Juli sehr warm und der August etwa normal im Vergleich zu den letzten 30 Jahren war:

Für den September gibt es kein einheitliches Bild: kalte, warme und normale Monate sind etwa gleich verteilt. Für den Oktober geht jedoch die Mehrheit der Kurven nach unten, kein gutes Omen für einen Goldenen Oktober! Im November ist dann wieder das Gegenteil der Fall.
Auch andere Langfristprognosen zeigen eher eine Tendenz zu erhöhter Tiefdrucktätigkeit, ein Goldener Herbst scheint sich dann wohl dieses Jahr eher auf kürzere Episoden zu beschränken. Die Chancen für einen warmen Herbst liegen aber immerhin noch bei etwa 30%, die Hoffnung sollte man also nicht aufgeben!
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26 Jun 10 |
Sommer 2010: Kommt jetzt die lange Hitzewelle? Langfristvorhersagen
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Was erwartet uns diesen Sommer noch? Was können wir nach dem kalten Mai und dem doch insgesamt recht warmen Juni erwarten? Auf Wetter24.de ist eine anschauliche Beschreibung der aktuellen Wetterlage in Zusammenhang mit dem Siebenschläfertag am Sonntag zu lesen. Dort heißt es, dass man “von einem weiter unbeständigen Sommer in diesem Jahr ausgehen muss. Die Temperaturentwicklung ist dabei sehr unsicher, vermutlich geht es entsprechend oft hin und her.”
Es gilt also im Prinzip das an dieser Stelle im Mai gesagte weiterhin. Doch schauen wir uns noch einige Langfristprognosemodelle an, zum Beispiel die Vorhersagen von Lamétéo.org, die in den letzten Monaten recht gut waren. Dort wird ein warmer Juli und sogar ein sehr warmer August erwartet mit Abweichungen bis 3 Grad über Normal. Auch die aktuelle Vorhersage des US-amerikanischen Modells NCEP/CFS macht Hoffnung:

Besonders im Juli überwiegen die Tendenzen zu positiven Temperaturanomalien und dies im Vergleich zur bereits recht warmen Periode 1981-2006! Doch es gibt auch Signale zu einer eher kühleren Witterung! Schaut man sich die Statistik der letzten 250 Jahre in Berlin-Tempelhof an, findet man folgenden Jahre, die eine ähnliche Witterung im Mai und Juni hatten wie 2010 (alle Anomalien sind bezogen auf 30 Jahre übergreifende Mittelwerte):

Nach diesen Daten stehen die Chancen für einen warmen Juli nur 50:50. Interessant dabei ist, dass in der Vergangenheit nach einem deutlich zu kalten Mai und einem leicht zu warmen Juni 4 mal ein warmer Juli und 4 mal ein kühler Juli folgte, aber nie ein normaler Juli.
Die Chancen für einen warmen August stehen hier überhaupt nicht gut. Nur in einem einzigen Fall (also in 25% der Jahre) folgte nach einem deutlich zu kalten Mai und einem leicht zu warmen Juni auch ein warmer August! Also: nutzen Sie den Juli, der August könnte vielleicht sehr durchwachsen ausfallen.
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14 Mai 10 |
Wann kommt endlich der Sommer 2010? Langfristvorhersagen
8 Kommentare |
Deutschland wartet sehnsüchtig auf den Sommer. Bei den aktuellen Temperaturen wird man bescheiden und würde sich jetzt schon über 20°C freuen. Schaut man die neusten Prognosen an, müssen wir uns wohl noch etwas gedulden.
Wenn nicht noch eine ungeplante Wetterumstellung passiert, könnte der Mai am Ende etwa 2 bis 3 Grad kälter als normal ausfallen. Die Asche des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull hat darauf übrigens keinen Einfluss, auch nicht auf das Sommerwetter bei uns, selbst wenn es einige “Meteorologen” in der Boulevardpresse behaupten.
Hat jetzt der kühle Mai Auswirkungen auf das Sommerwetter? Schauen wir zunächst mal wieder in die Vergangenheit und suchen uns ähnliche Jahre wie 2010, also in denen der April leicht zu kalt und der Mai deutlich zu kalt war (verglichen mit den 30 Jahre übergreifenden Mittelwerten):

Der Juni in den acht Vergleichsjahren fiel zweimal sehr warm aus und zweimal recht kühl, die anderen vier Jahre waren normal, also ein sehr ausgeglichenes Verhältnis, das kaum Schlüsse zulässt. Interessanter wird’s aber für Juli und August. Hier überwiegen die kühlen Monate, insbesondere im August!
Werfen wir einen Blick auf das amerikanische NCEP/CFS Modell:

Eine eher langweilige Karte: Für Juni und Juli werden kaum Abweichungen von den Normalwerten erwartet. Das Hellblau über Deutschland zeigt zwar eine leichte Tendenz zu unternormalen Temperaturen an, dies ist aber bezogen auf die relativ warme Periode 1981-2006.
Fazit: Ein Jahrhundertsommer scheint das nicht zu werden, eher einer dieser typischen mitteleuropäischen Sommer mit wechselhaften Perioden. Die besten Chancen für längeres Hochdruckwetter scheint nach derzeitigem Stand noch im Juni zu sein, rein statistisch gesehen ist es auch eher unwahrscheinlich, dass das jetzige kühle Wetter bis weit in den Juni hinein bestehen bleibt.
Nachtrag vom 26.Juni: Ein Update dieser Prognose finden Sie hier.


